Die Winterreise von Franz Schubert, welche er kurz vor seinem Tod im Jahre 1827 vollendet hatte, gehört zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Zuerst als Zyklus mit 12 Liedern nach Texten von Wilhelm Müller komponiert, wurde er später noch um weitere 12 Lieder erweitert. Seither erfreut sich das Werk in unterschiedlichen

Versionen großer Beliebtheit. 

 

Mit dem Zürcher Kammerorchester kam man in den Genuss einer durch Massimiliano Matesic bearbeiteten Version für Orchester, welche er an diesem Abend selbst dirigiert hatte. In seiner Version sind nuancierte Stimmungen wie Verzweiflung in der Einsamkeit, aber auch Hoffnung fein herausgearbeitet und deutlich erkennbar. Nie übernimmt das Orchester Dominanz, sondern erscheint bewusst als Begleitung des Sängers und bei dessen Interpretation. So entstanden berührende Klangbilder. Gespannt folgte man der Wanderung dieses Unbekannten. Eine interessante Begegnung in Form einer gelungenen Bearbeitung. Auch wenn man sich die Frage gestatten mag, ob eine solche Bearbeitung im Sinne Franz Schubert‘s gewesen sein könnte, so ist sie allemal eine Bereicherung des Werks. 

Doch was wäre ein solcher Zyklus ohne einen herausragenden Sänger? Mit dem Bariton Matthias Goerne bekam man einen der besten Liedsänger unserer Zeit zu hören. Schon beim ersten Lied war hör- und fühlbar, wie gut der Dialog mit dem Dirigenten funktionierte. Matthias Goerne hat mit diesem Zyklus größte Erfahrung und durchlebt diese Texte mit totaler Hingabe. Mit seiner in allen Lagen überzeugenden Stimme gelang es ihm, die Dramatik und alle Feinheiten der einzelnen Gedichte voll auszuloten. Eine solche Leistung verdient höchste Anerkennung.

Das Publikum folgte gespannt und konzentriert dieser Wanderung und liess sich von der gesanglichen, wie auch der musikalischen

Leistung begeistern.

Bleibt zu hoffen, das diese Version auf gute Akzeptanz stoßen und ihren Weg auf alle einschlägigen Konzertpodien finden wird.

Bericht von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN-Liederabend am 16.11.2021)

 

"... Matesic writes in a highly-chromatic idiom infused with a fevered, late-romantic-early-modern intensity that recalls Berg more than anyone else. Indeed his Duo begins with and develops

a sinuous five-note motive,

first sung in the cello under low, murmuring double-stops in the violin,

akin to the opening figures of Berg’s Opus 3 String Quartet

and of Bartok’s Second String Quartet.

Like those great predecessors, Matesic’s Duo conveys the haunting and haunted end-of-an-era decadence and morbid, thanatopic longing of early expressionism as it winds its way through restless unease and the struggle for ecstatic release

before finally subsiding into darkening gloom.

The work’s timbral variety and contrapuntal density create a sound-world of much greater complexity and scope than would seem possible with only two string instruments, and its balance of fantastic elaboration with forward-driving purpose and compelling structural logic is maintained with unfaltering consistency and confidence.

This is demanding but deeply rewarding music of great beauty,

power, and depth of emotion... "

American Record Guide 05 - 06/2008 Mark Lehmann  

 Echtes Theatertier

"... Ein wunderbar vielschichtiges, leichtfüssiges, auch mit bescheidenen Ressourcen realisierbares Stück ist Vera Nemirova und Massimiliano Matesic da gelungen, dem wir sofort sieben weitere Bühnenleben wünschen. Mindestens. "

Opernwelt 01/2017 Albrecht Thiemann

"Vera Nemirova schrieb das Libretto zu einer Familienoper, die der italienisch-dalmatische Komponist Massimiliano Matesic genialisch vertonte... die Uraufführung in der opera stabile war ein Triumph

für Schöpfer und Ensemble."

WELT N24 17/10/2016

 

Traumschöne Katzenmusik

"... Massimiliano Matesic hat wunderschöne, spätromantisch klingende Musik komponiert, die nach Richard Strauss, Korngold

und Zemlinsky duftet...

Bei der Uraufführung am Wochenende gab es viel Applaus und Jubel.

Es ist viel mehr als ein Kinderstück..."Katze Ivanka" ist ein Volltreffer."

NDR.de/Kultur-Musik-Klassik 17/10/2016 Daniel Kaiser

Die Musik! Der italienisch-dalmatinische Komponist Massimilliano Matesic bezeichnet seinen Stil zwar als „Ruinen-Musik“... aber seine „Ruine“ klingt frisch und expressiv, für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet...Menschen, die gern super schräges Zeug hören und sich über die posthumane Ära des Klangkörpers Gedanken machen, die auf Videoinstallationen und Kameras

auf der Bühne nicht verzichten können, werden „Katze Ivanka“ möglicherweise altmodisch finden. Alle anderen erleben einen leichten wie gehaltvollen Abend.

Eine Kinderoper? Eine Familienoper? Wurscht! So oder so wird „Katze Ivanka“ ihren Weg ins Repertoire finden

Artyfishial Katze Ivanka-eine tierische Oper 19/10/2016

Großes Miau in der Staatsoper Hamburg

"... Zwei ältere Damen neben mir konnten sich nicht darauf einigen, ob es nicht manchmal „zu modern“ klinge oder ob das doch gerade erst den Pfeffer zur Handlung gebe. Man tendierte nach dem Ende zum Pfeffer. Es ist Musik aus der Tiefe spätromantischer Wurzeln, die Matesic klug verarbeitet und in die Gegenwart holt. Musik, die durchaus geeignet ist, wie auch die Handlung, zu bewegen und anzurühren. Und der Abschied Ivankas von Falana greift wirklich ans Herz – kleine Oper ganz groß, mehr geht nicht."

KULTUR PORT.DE  21/10/2016 

Für alle gemacht-,,Katze Ivanka im Festspielhaus Baden-Baden 

"An dieser lnszenierung zeigt sich sich wieder einmal,

dass man Kindern und Jugendlichen

weit mehr an zeitgenössischen Musik zutrauen kann,

als man gemeinhin glaubt..."

Badische Neue Nachrichten 20/11/2017 Karl-Heinz Fischer